Nest Protect: Intelligenter Rauchmelder fürs Smart Home

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Für seinen lernfähigen Thermostat erhielt das US-Start-up Nest im Jahr 2011 weltweite Aufmerksamkeit. Das Gerät wurde von Experten für sein klares Design und intuitive Bedienung gelobt. Ende 2013 kündigte das Unternehmen aus dem kalifornischen Palo Alto mit Nest Protect sein zweites Produkt für das Smart Home an. Bei Nest Protect handelt es sich um eine WLAN-fähige Kombination aus Kohlenstoffmonoxid- und Rauch-Melder. Im Falle eines Brandes schlägt Nest Protect akustisch, optisch und auch via Smartphone Alarm. Seit Anfang Dezember 2014 ist der intelligente Rauchmelder nun auch bei deutschen Händlern verfügbar und muss nicht mehr aus Großbritannien importiert werden.

Nest Protect meldet Rauch und Kohlenstoffmonoxid

Nest Protect erkennt Rauch und das geschmacks- sowie geruchslose Kohlenstoffmonoxid. Im Brandfall oder beim Erkennen des tödlichen Gases in der Raumluft warnt Nest Protect die Hausbewohner akustisch, optisch und via App. Dazu lässt sich das Gerät via WLAN mit dem Internet verbinden. Alarmmeldungen und Informationen zum Ladestand des Akkus können so von jedem Standort aus mit dem Smartphone oder Tablet empfangen werden. Über die App (Mindestvoraussetzung: iOS5 oder Android 2.2) lässt sich auch die LED bedienen, die Nest in den Rauchmelder integriert hat. Sie dient nicht nur als optischer Alarm, sondern kann bei Bedarf auch als Nachtlicht eingesetzt werden.

Nest Protect ist leider – wie andere Rauchmelder auch – nicht vor Fehlalarmen gefeit. Mit der Funktion Nest Wave sollte es dem Nutzer ermöglicht werden, Fehlalarme mit einer einfachen Handbewegung in Richtung des Rauchmelders zu deaktivieren. Leider führte die Funktion aber auch dazu, dass der Alarm bei echten Bränden versehentlich deaktiviert werden konnte. Google sorgte für Abhilfe, indem das Feature Nest Wave kurzerhand mit einem Update der Software komplett deaktiviert wurde. In der hierzulande angebotenen Variante des intelligenten Rauchmelders ist das Feature nun gar nicht mehr enthalten.

Rauchmelder mit Thermostat und anderen Geräten vernetzen

Mittels Sprachausgabe ist Nest Protect in der Lage, im Fall kleinerer Missgeschicke – wie zum Beispiel angebranntem Essen in der Küche – das Problem per Sprache zu schildern, ohne sofort den Vollalarm auszulösen. Der Nutzer wird dabei darüber informiert, in welchem Raum eine Rauchentwicklung registriert wurde. Praktischerweise lässt sich Nest Protect mit dem Thermostat vernetzen. Das ist dann sinnvoll, wenn von Nest Protect eine hohe Konzentration CO in der Luft erkannt wird. In diesem Fall kann der Thermostat die Heizung abschalten und so möglicherweise Schlimmeres verhindern. Darüber hinaus kann der Rauchmelder auch mit anderen Geräten wie Bewegungsmeldern oder Kameras kombiniert werden und dem Nutzer so weitere Informationen zur Verfügung stellen. Nest Protect wird in Deutschland nur als Batterieversion angeboten. In den USA ist auch eine Variante mit Netzanschluss verfügbar. Der Preis für den smarten Rauchmelder liegt bei etwa 120 Euro.

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Über den Autor

... ist seit Anfang der 1990er-Jahre im Netz unterwegs und schreibt seit mehr als 15 Jahren in diversen Online-Publikationen über Technik-Themen. Im Smart-Home-Magazin Smartes-Zuhause.com ist Oliver für die Bereiche Smart Home News und Tests verantwortlich.

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